Verstopfung (Obstipation)


Leider ist das Thema Stuhlgang immer noch ein mit Scham behaftetes Thema und vielen Menschen ist es peinlich darüber zu sprechen. Wenn Probleme wie Verstopfung den Alltag belasten wird aus dem „peinlichen“ Thema auch noch ein schmerzhaftes. Wussten Sie, dass in Mitteleuropa 5 – 20 Prozent der Gesamtbevölkerung von Verstopfung betroffen ist? Das ist beinahe jede/r fünfte! Oftmals wissen sich die Betroffenen nicht anders zu helfen als Abführmittel

zu konsumieren – ein fataler Fehler. Natürlich ist es nachvollziehbar, zu diesen Mitteln zu greifen, wenn der Toilettengang mehrere Tage nicht möglich war. Allerdings sollten Sie bedenken, dass Sie massiv in Ihre Darmtätigkeit eingreifen und durch den Einsatz von Laxanzien (Abführmittel) den Darm nicht motivieren wieder seine Tätigkeit aufzunehmen. Im Gegenteil. Die Darmtätigkeit funktioniert nicht mehr ohne die Abführmittel. Häufig fallen Betroffene nun in eine sogenannte „Abführmittelabhängigkeit“ (Laxanzien Abusus). Sie sollten unbedingt zuerst auf die natürlichen Unterstützer aus der Ernährung zurückgreifen, bevor Sie sich an Medikamente heran wagen. Ich habe Ihnen hier ein paar Tipps mitgebracht, die helfen Ihren Darm wieder in Schwung zu bringen:



1) Erhöhen Sie Ihre Flüssigkeitszufuhr Häufig kommt es zur Verstopfung wenn der Körper zu wenig Flüssigkeit bekommt. Der Stuhl ist dann zu fest und kann nicht voran transportiert werden. Wichtig: Überprüfen Sie, wie viel Sie täglich trinken – mindestens 2 Liter sollten es bei gesunden Menschen sein. (Achtung bei Herzerkrankungen oder Niereninsuffizienz!) Trinken Sie außerdem unbedingt zum Essen! Das ist absolut sinnvoll, gerade wenn Sie die Ballaststoffmenge erhöhen möchten.


Bild: von Annkatrin Seidler



2) Starten Sie den Tag mit einem Glas warmem Wasser

Alternativ können Sie auch eine Tasse warmen Tee trinken. Am besten trinken Sie das Wasser gleich nach dem Aufstehen. Somit wird die Darmtätigkeit noch vor dem ersten Kaffee angeregt.

Wenn diese beiden Methoden nichts helfen sollten, können Sie es mit Trockenpflaumen versuchen. Legen Sie am Vorabend 4-5 Trockenpflaumen in Wasser ein und trinken die Flüssigkeit am nächsten Morgen. Durch die enthaltene Fructose wird der natürliche Abführvorgang beschleunigt. Anschließend können Sie die Trockenpflaumen essen, da die enthaltenen Ballaststoffe ebenfalls zur Beseitigung der Verstopfung führen.

3) Erhöhen Sie Ihre Ballaststoffzufuhr Aber Achtung: Bitte tun Sie das langsam und schrittweise in Kombination mit viel Flüssigkeit. Hier gilt NICHT das Mott viel hilft viel. Es könnte durchaus passieren, dass die Verstopfung noch schlimmer wird, wenn Sie es übertreiben. Starten Sie doch damit ein Stück Obst mehr am Tag zu essen. (Keine Bananen!) Achten Sie unbedingt darauf mindestens 1 Glas Flüssigkeit dazu zu trinken. Sie merken noch keine Verbesserung nach ein paar Tagen? Dann nehmen Sie gerne etwas mehr Gemüse oder eine Handvoll Nüsse mit in Ihren Speiseplan auf. Wichtig ist das Sie geduldig mit Ihrem Körper sind. Es wird eine Weile dauern, bis sich ihr Darm an die erhöhte Ballaststoffzufuhr gewöhnt hat. Tauschen Sie Mischbrot oder Weißbrot durch Vollkornbrot aus. Beginnen Sie mit einer Scheibe Vollkornbrot am Tag und steigern Sie die Menge nach ein paar Wochen.

Diese Tipps haben Ihnen noch nicht weiter geholfen? Sie leiden immer noch unter Verstopfung? Dann sollten wir gemeinsam an Ihrem Problem arbeiten. Gerade wenn Sie sich in der oben beschriebenen Abführmittel Situation befinden, ist es sinnvoll eine Fachkraft an der Hand zu haben, die Sie unterstütz ihr natürliches Darmgleichgewicht wieder zu erlangen und Ihnen sinnvolle Ratschläge zur Absetzung der Abführmittel gibt. Kontaktieren Sie mich gerne unter: kontakt@m-einklang.de Die Beratung kann online, persönlich oder telefonisch stattfinden. Ich freue mich Ihnen zu helfen.

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